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No Daddy

Ich stecke immer noch mitten drin, ich denke jeden Tag an meine Schwangerschaft, an meine Geburt, schaue mein Mädchen an und kann es kaum glauben zu was ein menschlicher Körper fähig ist und was er bereit ist zu leisten. Ich habe das Erlebte noch nicht verarbeitet, wie denn auch…jeden Tag schlüsseln sich weitere Situationen mir auf und ich erlange eine Erklärung für mich selbst. Ich versinke ganz oft in Gedanken….

Mein Kind ist so wundervoll. Es gelingt mir nicht immer aber ich versuche bewusst jede Minute zu genießen denn die Zeit ist sehr schnell vorbei. Am aller liebsten liege ich mit ihr zusammen im Bett und schlumppel mit Ihr herum, sie mag das auch ganz arg. Oft finde ich schade das ich das garnicht so oft kann denn ich bin alleine…Ja alleine.

Die Wahrheit ist das nichts aber wirklich nichts so gelaufen ist wie ich es mir vorgestellt oder gewünscht habe. Den äußeren Schein habe ich lange bewart, die Scham war größer. So habe ich Tag für Tag so getan als wäre alles in bester Ordnung dabei bin ich innerlich so oft gestorben.

Die Wahrheit über den Vater des Kindes ist bitter. Er hat mich einfach Schwanger im Stich gelassen, mich alleine gelassen…nicht nur mich alleine gelassen er hat mich behandelt wie der letzte Mensch dieser Erde. Ich kann garnicht zählen wie oft ich da saß und habe geweint und tu es oft heute auch noch heimlich. Er war einfach dann weg.

Hure hat er mich immer und immer wieder geschimpft, auch vor anderen Leuten, einst auch mal gemeinsam Freunde.

Er hat sich nicht nur gegen mich entschieden sondern auch gegen seine Tochter.

Viele Monate habe ich mir gewünscht das er bei der Geburt dabei sein soll und viele Monate erhielt ich keine Antwort darauf. Zum errechneten Termin ist er weg gefahren und das mit der Familie und Freunde. Alles sind sie weg. Genau die Jenigen die sagten sie lassen mich nicht im Stich.

Das CTG war nicht mehr so gut, sprich die Herztöne sahen nicht mehr so gut aus wie sie aussehen sollten, ich war schon 2 Tage über Termin und sollte eingeleitet werden. Ich rief den Vater an…was ich zu hören bekam konnte ich kaum glauben…er beleidigte mich als ein Schisser, ich würde das Kind ohne Grund aus dem Leib reißen. Welche Mutter würde ihr Kind im Bauch lassen wenn die Herztöne des Baby nicht mehr gut sind?

Ich habe mit den letzten Kräften kurz vor den Presswehen seiner Mutter gesagt sie soll Ihm bitte Bescheid sagen das er kommen soll das es bald losgeht damit wenn sie da ist er sie als erstes begrüßen kann.

Er kam einfach nicht.

Auf Instagram habe ich gesehen wie er zu der Uhrzeit wo sie auf die Welt kam Zuhause war und Selfies gepostet hat. Er kam einfach nicht. Die Tür vom Kreissaal ging auf meine Schwester kam rein und die Mutter vom Vater…ich fragte nach Ihm wo er denn sei…er war nicht da. Er ist nicht gekommen.

Am späten Nachmittag kam er ins Zimmer ohne ein Wort zu sagen…er nahm meiner Schwester das Kind ab…ich schickte alle aus dem Zimmer damit er mit Ihr allein sein kann. Die Schwerster kam rein das unser Kind kurz zum Arzt muss, sie schaute Ihn an und er meinte er hat keine Zeit er müsse gleich wieder gehen. Ich konnte noch nicht laufen. Meine Schwerste ging mit ihr. Er blieb ca. 20min schoss ein paar Selfies die er seiner Ex sendete stand auf, legte mir das Kind wieder auf die Brust und ging genauso Wortlos wieder.

Er kam nicht mehr ins Krankenhaus. Bis zum heutigen Tag hat ist er sie nie wieder besuchen gekommen. Nie wieder.

Aus Zufall hat er sie 3mal gesehen. Beim dritten mal hat er sie ignoriert. Sein anders Kind war da. Für Sie hatte er nichts übrig. Wir waren komplett unerwünscht. Nicht ein Wort hat er gesprochen.

Wir saßen am Tisch, seine Mutter hat die Kleine auf dem Arm gehabt und Ihn gefragt ob er Sie halten möchte. Er sagte NEIN.

Mein Herz sprang in tausend Teile. Ich frage mich wie es möglich ist so ein kleines Wesen, sein eigenes Kind so zu missachten…das eine Kind sichtlich zu lieben und das andere Kind das im selben Raum ist zu ignorieren. Wie ist so etwas möglich? Welcher Mensch macht so etwas?

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Wo das Leben beginnt und die Liebe niemals endet…

24. Mai 2017 um 10.34 Uhr stand die Zeit still.

Ich habe meine Tochter zur Welt gebracht. Die letzten Woche waren so aufregend und sehr emotional für mich. Die intensivste Zeit meiner Schwangerschaft.

Meine Geburt.

Ich war am Ende meiner Kugelzeit angelangt. Es war so schön Schwanger zu sein und ich genoss dieses Gefühl so sehr. Doch am die letzten paar Wochen sind auch sehr anstrengend geworden und ich sehnte mich endlich mein Kind in den Armen zu halten. Ich war beim Arzt und mein CTG sah die letzten male nicht so gut aus…das kleine Herzlein von meiner Tochter war sehr schläfrig was dem Arzt nicht gefiel und mir dazu riet kein Risiko auf den letzten paar Metern einzugehen und morgen in der Marien Klinik mich Einleiten lassen…für mich ein kleiner Schock, damit habe ich nicht gerechnet.

Ich rief Freunde an und Familie und erzählte das mein Arzt mich morgen Einleiten möchte und alle sagten mir das dass doch garnicht schlimm ist, Baby ist fertig und bald haben ich mein Kind in den Armen. Ich rief noch den Papa der Kleinen an…was der Anfang von einem dramtischen und enttäuschenden Ende war, aber dazu erzähle ich separat.

Morgens um 7.00 Uhr 23. Mai war ich in der Marienklinik und wurde schon erwartet. Ging ganz schnell, die Hebammen die Dienst hatten waren total nett, ich kam an das CTG und da war dann auch schon mein Arzt der mir vaginal eine Tablette verabreichte und das wars auch schon. Er schaute mich an, streichelte mein Knie und sagte bald haben Sie Ihr Mädchen und sobald es los geht bin ich da. Ich habe einen wunderbaren tollen Arzt!

Ich war total müde denn das frühe aufstehen bin ich garnicht gewohnt, ich habe in der SS immer lange geschlafen. Ich durfte hoch auf Station und dort ans Frühstücksbuffet. Auch hier waren die Schwestern so unglaublich nett! Sie nahmen mich wortwörtlich an die Hand und zeigte mir wo ich essen darf. Ein Zimmer war leider noch nicht frei für mich.

So ging ich nach dem Frühstücken wieder nach unten denn es war sehr schönes Wetter und habe mich auf die Parkbank vor der Klinik gesetzt. Ich war sehr ruhig und entspannt und Informierte meine 2 Freundinnen die dabei sein sollten bei der Geburt und natürlich meine Schwester und Mutter das alles ok ist und das vorerst keiner kommen brauch denn ich bin sehr müde und würde mich erst einmal hinlegen wenn mein Zimmer frei ist.

Ich genoss die morgendliche Sonne und setze mich an einen Baum auf dem Boden im Schneidersitz und habe mir meine Kopfhöhrer aufgezogen und hörte meine Meditationsmusik die ich mir am Vortag extra runter geladen habe für die Geburt, und Meditierte und entspannte mich völlig in der Sonne. Ich ging in mich und sprach mit meiner Tochter das Sie bald hier sein wird. Wie lange ich Saß und meditierte weiß ich garnicht, man vergisst die Zeit und schwebt einfach davon, wohin man möchte.

Mein Steißbein meldete sich dann doch irgendwann, 22 Kilo mehr merkt man mit der Zeit. Ich ging hoch, mein Zimmer war fertig, legte mich ins Bett mit meinen Kopfhöhrern und schlief ein. Es tat so gut zu schlafen.

Nun musste ich alle 2 Stunden für eine halbe stunde ans CTG. Auch hier schlief ich immer wider ein. Es war schon Nachmittag und weil meine Freundinnen warteten, sagte ich bescheid das Sie kommen können. Meine Schwester war auch so süss und stets besorgt um mich, sie kam auch und brachte mir noch auf Wunsch Getränke mit. Auch meine Schwiegermutter kam spontan noch vorbei. So hatten wir einen ganz gemütlichen Nachmittag und ich genoss die Gesellschaft meiner Leute sehr. Um die Mittagszeit habe ich nochmal ein Gel zum Einleiten erhalten und langsam kamen wie eine Art Perioden Schmerzen aber nicht schlimm. Meine Perioden Schmerzen waren für gewöhnlich heftiger.

Ich lachte viel an dem Abend und meine zwei Mädels plus meine Schwerster waren ein super Gespann das fast vergessen habe vor so viel guter Laune und Stimmung wofür ich eigentlich hier bin.

Gegen 21.00 schickte ich alle Nachhause. Ich war müde und wollte mich ausruhen und sagte meinen Leuten das ich nicht denke das heute Nacht etwas passieren wird und wenn gebe ich Bescheid. Auch Schwiegermutter sagte mir das sie schnell da sein könnte wenn etwas ist und Sie mit dem Handy bei sich schläft. Ich ging in mein Zimmer und habe auch mit meiner Mutter geschrieben und Sie beruhigt das alles ok ist und ich dann schafen werde. Ich machte mich frisch, genoss mein Abend essen und schaute noch etwas Fern im Zimmer.

Ca. 23.30 saß ich mit angewinkelten Beinen im Bett, Müde und kurz vorm einschlafen, ging mir etwas Flüssigkeit in meine Slip Einlage, nicht schlimm…kam über den Tag schon mal vor und es war nur Ausfluss. Doch es kam noch mehr Flüssigkeit hinterher aber ich war so müde das ich kein Bock hatte aufzustehen um nachzusehen ob es Ausfluss ist oder nicht. Ein paar Minuten blieb ich sitzen, ging dann aber doch nochmal aufs Klo bevor ich zu Bett gehen wollte.

Slipeinlage Nass und etwas Blut mit drin. Oh… ich sollte mal runter gehen in den Kreissaal und vielleicht das mal sagen. Ich schlenderte ganz gemütlich runter, klingelte und eine neue Hebamme machte mir die Tür auf, auch eine total Nette. Ich sagte das ich glaube Fruchtwasser verloren zu haben, sie bat mich um meine Slipeinlage und nahm sie kurz mit. Ich stand im Kreissaal den ich schon von der Kreissaal Führung kannte, setze mich aufs Bett und schaute mich um. Ich war immer noch sehr entspannt. Ich legte mein Handy neben mich, das einzige was ich mitnahm aus dem Zimmer und wartete bis die Hebamme wieder kam.

Ja Sie haben Recht es ist Fruchtwasser in der Slipeinlage. Ich war etwas verdutzt das es doch so war aber freute mich denn nun geht es bald los! Ich konnte nicht ahnen wie schnell es dann doch los ging….

ich wollte eigentlich wieder hoch in mein Zimmer doch nun ging alles raßend schnell. Nach 8 Minuten die gerade vergangen sind und ich am CTG lag, hatte ich jede Minute Wehen bekommen und zwar so starke Wehen das ich nicht mehr hoch in mein Zimmer konnte. Im Minuten Takt wurde es schlimmer und auch die Hebamme merkte und sah auch auf dem CTG das es mich völlig überrumpelt hat. Ich fing an hin und her zu laufen, was dann schnell nicht mehr ging weil die Knie nachgelassen haben, ich habe die Wehen schon laut veratmen müssen und konnte nur noch auf dem Rücken mit angewinkelten Beinen liegen. Ich schnappte mein Handy und schaffte es nicht mehr zu schreiben sondern rief meine Schwester und sagte nichts ausser das Sie kommen soll und allen andern bescheid gibt mehr konnte ich nicht mehr sagen. Sie hat aber auch nichts mehr gefragt sondern einfach getan.

Ich bin Nervös geworden, die Schmerzen unerträglich, mein Körper Fix und Fertig, völlig ohne Übergang überrumpelt und überfordert, keine Zeit um sich einzustellen. Ich war völlig weit weg und vor Schmerzen in Trance.

Meine Schwester und eine Freundin waren inzwischen da, ich bat sie bitte still zu sein und sich nicht zu bewegen sondern ruhig zu sitzen weil mich aus irgendwelchen Gründen mich das wahnsinnig gestört hat. Ich bekam Schmerzmittel in den Po gespritzt weil ich angefangen habe mich vor Schmerzen zu übergeben. Es dauerte nicht mehr lange da konnte ich mich vor Schmerzen nicht mehr mitteilen, ich konnte nicht mehr sprechen. Ich muss anscheinend völlig aphartisch geworden sein.

UND NUN KAM EINE GANZ ENTSCHEIDENDER MOMENT und plötzlich spulte mein Körper ein ganz andern Film ab und plötzlich wurde ich ganz intuitiv und meine Gedanke waren glas klar. Ich sagte mir selber. „LARA DU MUSST DICH JETZT KONZENTRIEREN SONST GEHT DAS HIER SCHIEF“ Was mit meine Körper und meinem Geist in diesem Moment passierte war magisch und auf einer ganz anderes Sinnesebene. Ich wurde ganz ruhig und bat meine Schwester wie meine Freundin bitte Nachhause zu gehen.

Für mich war völlig klar das ich das hier ganz alleine machen muss und will.

Die Zeit verging wie im Flug, ich zog um in den größeren Kreissaal. Es kümmerten sich 2 Hebammen um mich. Frau Wenke Dietrich und die Hebammenschülerin Frau Carolin Böser. Ich war bei mir, Ich war stark, ich war da und ich war mit allen Sinnen, Körper und Geist bereit meine kleine Tochter auf die Welt zu bringen.

Ich hatte kein Zeitgefühl mehr…und hatte ein Gefühl wie in einer anderen Welt zu sein. Ich hatte eine komplett andere Wahrnehmung und ich spürte meine Tochter. Ich spürte wie Sie sich den Weg bahnte nach unter in mein Becken hinein, das Gefühl was so intensiv. Ich spürte wie Sie mir am Steißbein vorbei zog und sich langsam in mein Becken drehte. Die Hebamme war die ganze Zeit bei mir, sie kam mit heißen Tüchern die sie mir auf den Unterleib drückte um die Haut wohl elastischer zu machen. Sie streichelte mich und redete mir gut zu, was mir auch sehr gut tat und kontrollierte stetig das CTG und den Zustand von meinem Unterleib.

Es waren Schmerzen, ja. Es waren höllische Schmerzen und ich erinnerte mich auch noch wie Sie sich anfühlten. Die Presswehen haben angefangen…ein Gefühl wie als würde man dir ganz langsam Millimeter für Millimeter dein Becken brechen. Ich war aber ganz leise, ich konnte nicht schreien, ich habe nicht geschrien, ich habe die Kraft gebraucht um sie nach Innen zu lenken.

Ich presste und presste aber ich presste erst an die falsche Stelle, die Hebammen reagierten und zeigten mir mit den Fingern die Stelle wo ich mit Kraft hin pressen muss. Ich holte tief Luft, hielt sie an und presste mit voller Kraft nach unten, holte kurz Luft und nochmal in einem Zug nach zu pressen. Ich atmete laut den rest meiner Luft aus. Ich schwitze vor Kraftaufwand.

Mein Wunsch war es meine Tochter in der Hocke zu bekommen, so halfen mir meine 2 Hebammen in die Hocke, die aussah wie als würde ich auf dem Plumsklo sitzen. Es ging zwar langsam voran aber gut. Ich schwitze und mein einziges Ziel war es meiner Tochter auf die Welt zu helfen. Ich nahm all meine Kräfte zusammen und schob stück für stück meine Tochter weiter nach unten. Je weiter ich sie runter drückte desto mehr hatte ich das Gefühl mein Becken reißt auseinander, was die in diesem Moment ganz egal ist, du möchtest nur das dass Kind den Weg raus findet. Ich dachte es sind schon 3 Stunden vergangen dabei gingen die Presswehen genau eine halbe Stunde.

Ich schrie das ich nicht mehr kann. Ich hatte keine Kraft mehr und die Schmerzen waren so unerträglich das ich mich ganz benebelt fühlte. Die Hebammen machten mir Mut und sagten mir “ Sie wissen nicht zu was Sie noch Fähig sind und wieviel Kraft sie noch haben“

Ich ging ein weiteres mal in mich, wurde ruhig und holte nochmal Kräfte hervor die ich so nicht kannte. Ich war wieder ganz ruhig und gab kein Muckser von mir, nutze den Schmerz und leitete die Kraft nach innen.

„Wir sehen Haare“! Langens Sie mal unten hin! Ich langte mir in den Schritt und tatsächlich ich spürte den Kopf meiner Tochter! Es fühlte sich nach Stunden an und das Gefühl einen kleinen Menschen im Becken zu haben werde ich nie vergessen, es sind Schmerzen die man nicht beschreiben kann. Gute schmerzen, die dir helfen wenn du sie akzeptierst, ansonsten stirbst man wohl einfach.

Plötzlich Hektik im Raum, mein Arzt war mittlerweile da, alles ging nun sehr schnell. Sie sagten mir nicht mehr pressen nur noch hecheln. Ich hielt mich an Ihre Anweisung und hechelte. Schnitt, Riss, Saugglocke –  und da war meine Tochter! Sie bliebt stecken mit dem Gesicht nach oben, ich wurde geschnitten, riss aber noch in alle Richtungen von der Saugglocke.

Meine Tochter floppte aus mir heraus, Ich brach in Tränen aus, ich schrie so laut vor Freude und es überkam mich so sehr. Ich weinte so laut vor Freude, Erleichterung und Glück. Alles viel von mir ab, ich war überwältigt. Ein gigantischer Moment der tatsächlich mein Leben verändert hat.

Meine Tochter lag auf mir, sie roch so gut, sie schrie, mein Kind war geboren, ich als Mutter wurde geboren, meine Liebe und mein Leben. In diesen Sekunden stand die Zeit still und mein Leben veränderte sich für immer. Wenn aus Liebe Leben wird…Meine Tochter, mein Leben…ich bin so stolz aus mein Kind sie war ganz tapfer und ist ein langen Weg gegangen bis Sie auf der Welt war und ich bin auch sehr stolz auf mich selber wie ich meine Tochter alleine den Weg frei gemacht habe zu kommen.

Ich bin Dankbar für dieses Erlebnis und diese Erfahrung.

Ich wurde Not versorgt, noch sehr lange, man betäubte mir den Unterleib das man mich operieren konnte und das alles passierte zwischen Tür und Angel und ich nahm auch das kaum noch wahr. Meine Erinnerungen an meine Umgebung fangen stunden später erst wieder an. Ich weinen immer noch jedes mal wenn ich an die Schönheit von diesem einzigartigen Moment denke.

 

Juna Emelie Celesine , 3470g, 52cm, 34cm KU, Mittwoch 24.05.2017, Marienklinik Karlsruhe und die besten Hebammen die ich mir hätte vorstellen können, Frau Wenke Dietrich und Carolin Böser.

Gedanken zwischen Krokussen und französischen Vorlesern

Ein Gladiolen Baum, der noch nicht blüht. Auf der Bank neben mir sitz eine Frau im Rollstuhl und ließt Ihrem Partner der auf der Bank liegt und sich sonnt, etwas vor. Sie ließt französisch. Hinter mir sitzen auf der Wiese ein paar Jugendliche, sie stoßen mit Dosen Bier an. Immer wieder läuft eine junge blonde Frau an mir vorbei mit Kinderwagen. Alle genießen heute Sonne, ob jung oder alt, und es ist für Jeden genug Sonne da.

Wunderbar wie es die Menschen raus zieht wenn die Temperaturen steigen und die Sonne raus kommt.

Ich schlafe so schlecht seit Tagen und auch heute Nacht habe ich es erst geschafft um 4 Uhr morgens einzuschlafen. Ich bin mir sicher das es nicht nur an meinen Beschwerden aufgrund der Schwangerschaft liegt.

Ich habe mir mein Rucksack gepackt mit eine Buch, eine Vesperbox und eine Flasche Apfelsaftschorle. Ich habe mir im Schlossgarten ein schönes Plätzchen gesucht am Rosengarten. Rosen sind aber noch keine da, die städtischen Gärtner haben Krokusse gepflanzt die ganz entzückend blühen.

Eigentlich möchte ich lesen aber ich schaffe es nicht mich auf mein Buch zu konzentrieren , meine Gedanken schweifen immer wieder ab.

Letzen Sommer saß ich auch immer wieder hier, ich war gerne hier und habe immer einen Block und etwas zu schreiben dabei gehabt um meine Gedanken fest zuhalten. Interessant was sich in einem Jahr alles geändert hat, was vor einem Jahr meine Gedanken, Wünsche und Träume waren und wie es Heute aussieht.

Und warum ich bestimmte Wünsche, Träume und Gedanken hatte. Heute weiß ich das alles 2013 angefangen hat, ich auch vieles angezogen habe. Positives wie Negatives. Unbewusst. Es gibt nichts das ich ungeschehen machen würde aber vieles das ich heute anders machen würde. Bewusster machen würde.

Ich denke ich bin eine sehr starke Frau mit sehr starken Gedanken und jeder Gedanke hat seine ganz besondere Wirkung in meiner wie auch in anderen Realitäten, ich bin fast heute davon überzeugt das ich die Macht habe ganz viel zu steuern und zu beeinflussen, aber dieses Talent viel besser hätte lernen müssen einzusetzen.

Egal was passiert oder passieren wird, ich befinde mich mitten in der essenziellste Veränderung die eine Frau machen kann, wofür sie geschaffen wurde und ich bin Dankbar für diese Erfahrung und die, die noch auf mich wartet.

Schwanger – Seit 8Monaten auf der schönsten Reise der Welt

Die ersten 3 Monate wartet man ab ob die Schwangerschaft überhaupt stabil ist, im 4. Monat sieht man nichts, im 5. Monat fängt es gerade so an, im 6. Monat kann man erkennen das du Schwanger bist und erst im 7. Monat bist du dann endlich Kugelrund, dann hast du noch den 8. Monat in dem die Weh Wehchen anfangen und dann ist die Reise ja fast schon wieder vorbei:) Es geht viel zu schnell rum!

 

Ich wäre so gerne noch 2 Jahre schwanger! Es ist eine so unbeschreiblich schöne Zeit. Am 9.12.2016 habe ich zum aller ersten mal tatsächlich den ersten spürbaren Tritt von Ihr bekommen, seit dem hat sich so vieles geändert.

 

Emotional habe ich in den 8 Monaten so einiges mitgemacht und mit Sicherheit auch dem ein oder anderen Stress nicht entfliehen können. Einfach war, und ist es nicht aber ich werde immer wieder daran erinnert das dass alles sich lohnt.

Meine Tochter…ich freue mich so sehr auf den Tag wenn ich Sie das erste mal in meinen Armen halten kann.

In den letzten Wochen kam bei mir ganz stark der Instinkt „Nestchen bauen“. Bescheiden aber mit viel liebe habe ich unser Zimmerchen hergerichtet. Ich habe es nicht vollgestopft oder angefangen die Wände wie wild zu bemalen sondern es warm, hell und offen hergerichtet und das nur mit dem Nötigsten. Meine Klinik Tasche habe ich angefangen zu packen und das nicht wie mir das sämtliche Listen sagen sondern so wie ich denke was ich brauche um mein Kind auf die Welt zu bringen.

 

Ich wünsche mir eine natürliche Geburt und freue mich sehr auf das Erlebnis. Ich wünsche mir in mich gehen zu können, ruhig und entspannt zu sein, die Schmerzen akzeptieren zu können und ohne Komplikationen in warmen Wasser meine Tochter zu gebären. Ich wünsche mir das Sie einen ganz angenehmen und sanften Start in das Leben bekommt.

 

Sie ist sehr aktiv in meinem Bauch, es gibt viel viel Streicheleinheiten von Mama. Ich fühle so oft Ihre kleines Füsslein oder den Popo wenn sie sich dreht, manchmal lege ich meine Hand auf den Bauch und Sie spürt die wärme und dreht sich zu meiner Hand. Wenn ich spazieren bin oder laufe ist sie immer ganz ruhig und wenn ich sie spüren möchte muss ich nur Ihren Namen rufen und auf den Bauch fassen ist der kleine Engel gleich da. Wenn ich schlafe schläft Sie auch und wenn ich wach bin ist Sie auch wach, Sie findet warmes Wasser super! Wenn ich unter der Dusche bin oder in der Wanne sitze genießt Sie das richtig und es ist komisch aber ich spüre das genau was sie mag und was nicht. Mein Kind permanent mit Musik zu beschallen habe nie angefangen. Man sagt ja das Kinder schlauer werden wenn Sie klassische Musik hören, finde ich Blödsinn. Ich mag nicht immer Musik hören warum sollte es mein Kind mögen? Es bekommt schon genug Geräusche mit, die Neu sind da muss ich nicht noch für extra Beschallung im Mutterleib sorgen.

 

Auf eine super Ernährung habe ich bewusst immer geachtet, Obst esse ich sehr viel und ganz kunterbunt und bei Gemüse setze ich nun viel mehr auf Rohkost um die wichtigen Nährstoffe nicht zu verkochen. Fleisch esse ich relativ wenig und dem Hunger nach Süssem versuche ich nur bedingt nachzugehen, Hülsenfrüchte finde ich auch ganz wichtig. Ansonsten darf es bei all dem „Gesunden“ auch gerne zwischendurch mal etwas ungesünder werden, Pizza Margerita finde ich manchmal ganz toll;) Meine Erfahrung ist es, wenn man sich abwechslungsreich und ausgewogen Ernährt, bleiben heftige Heißhunger Attacken in der Schwangerschaft aus, Gelüste sind immer wieder da aber keine Heißhunger Attacken die, dich Nachts noch zur Tankstelle laufen lassen;)

 

Ich freue mich auf den Sommer mit meiner Tochter und ich bin so froh und Dankbar eine tolle Familie und tolle Freunde zu haben, ich glaube das wird DER Sommer meines Lebens!

 

Meine kleine Maus tritt mich schon ganz kräftig, ich werde Uns jetzt eine Suppe mit roten Linsen kochen und noch für Streicheleinheiten sorgen bevor es für uns beide Schlafenszeit ist.

Ausflug in die Vergangenheit.

Viel Jahre haben wir miteinander verbracht, die ganze Schulzeit und die Jungend auch die Zeit wo man endlich so alt war um in eine Jugend Disko zu dürfen. Cindy ist ihr Name.

Cindy und ich waren echt gute Freunde über so viele Jahre. Irgendwann ohne Streit oder bestimmte Vorkommnisse habe sich unsere Wege getrennt…die Interesse gingen auseinander, neue Freunde kamen und zu guter letzt ist Sie dann auch weg gezogen.

Es ist bestimmt 10 Jahre her als Cindy und ich gemeinsam etwas unternommen haben und fast genauso lang als wir uns das letzte mal begegnet sind. Letzte Woche habe ich Sie bei Ihrer kleinen Schwester getroffen die mir einen super heißen Kinderwagen schenkte!

Cindy und ich haben uns uns unterhalten als hätten wir uns erst gestern gesehen, als wären wie nie voneinander getrennt gewesen 😀 wir beschlossen das wir uns bald sehen müssen. Nachdem wir Nummer getauscht haben und etwas hin und her schrieben stand heute unser Date nach so vielen Jahren fest!

War das schön heute! Von Ihrer Art ist sie immer noch die Gleiche, herzlich, menschlich und unglaublich lustig, wir haben heute echt wieder viel lachen müssen und das lachen hat mir sooooo gut getan!

 

Mittlerweile ist sie etwas weiter weg auf´s Land gezogen, hinter Ihr direkt Feld und Wald. Wunderschön und sehr ruhig. Hat mir super gefallen. Wir unterhielten uns über Gott und die Welt, alte Zeiten wie auch was es Neues gibt und lachten viel, es schien die Sonne und wir liefen lange Feldwege entlang.

 

Bei Ihr Zuhause hat sie eine super leckeren Tee gekocht der so einen komischen Namen hatte den keiner von uns aussprechen konnte und gekocht hat Sie auch. Ihren Mann hatte ich bereits kennengelernt, er ist auch ein sehr netter Mensch und freue mich das die Zwei sich dafür entschieden haben noch dieses Jahr zu heiraten.

 

Der Tag war wunderschön und hat mir sehr gut getan.

 

Jetzt Zuhause angekommen habe ich gerade noch eine Kleinigkeit gegessen und merke das mich unendliche Dankbarkeit einholt aber auch etwas Traurigkeit….Dankbar dafür was für ein schönes Geschenk ich tragen darf aber auch traurig darüber was in Vergangenheit alles passiert ist was hätte nicht passieren müssen, was ich nun nicht mehr ändern kann.

 

Gibt es etwas das ich anders machen würde wenn ich nochmal die Chance hätte die Zeit zurück zu drehen? JA ganz klar würde ich vieles was im letzten Jahr passiert ist anders machen, vielleicht auch weglassen.

Selbstliebe und Bedingungslosigkeit, wie Salz und Pfeffer?

Verzeihen und andere schwere Dinge des Alltags.

Was habe ich nicht gekämpft. Für was eigentlich? Und um was eigentlich?

Ich denke es waren Momente – Momente der Hoffnung die vielversprechend waren, dann wenn sich für einen kurzen Augenblick die Tür öffnete und ich sehen konnte das sich Geduld in der Tat auszahlen wird.

Mit Ruhe und einer bestimmten Gelassenheit habe ich, und ich denke ich möchte hier das Wort Alles benutzen, ALLES mitgemacht, akzeptiert und alles über mich ergehen lassen.

Schlimme Dinge.

Wie stark ich sein kann merkte ich erst jetzt. Ich glaube Stärke wird nicht an deinen Worten gemessen auch nicht an deinen Taten – sondern an deiner Geduld und Hoffnung.

Es hat etwas von Selbstaufgabe, schmerzende Ohnmacht zu ertragen und immer wieder aufzustehen und wohlgemerkt – das Erlebte in das niemals endende Auffangbecken der Seele zu schmeißen – in der lächerlichen Annahme – dort ist es „weg“

Nein – dort fängt es an zu wuchern und zu wachsen.

Selbstliebe und Bedingungslosigkeit , wie Salz und Pfeffer?

Ein Hauch von Selbstaufgabe sagt das was über deine Selbstliebe aus? Und wenn ja, wie bedingungslos kann man sein wenn man sich selbst liebt?

Aktuell meine ich das ich die Geduld nicht hätte wenn ich nicht ( nennen wir es mal so) ein Stück weit über mich hinaus gewachsen wäre.

Ich liebe mich genug um gewissen Dingen keine Akzeptanz mehr zu schenken, was gegen meinen Körper und Geist geht.

Was nicht bedeutet das ich nicht vieles vermisse – jeden Tag.

Traurigkeit kommt über mich denn ich habe auf viele Fragen keine Antwort .

Es ist die einfache Rechnung im Stich gelassen worden zu sein, mit Fragen, Wünschen, Sehnsüchten, Erinnerungen und einer großen Portion Hoffnung und Geduld.

Einfach so.

Bitter.

Verzeihen und andere schwere Dinge…

Ob ich das verzeihen kann?

Auch auf diese Frage habe ich keine Antwort.

Dieser Moment wenn deine Freundin dich spontan besuchen kommt um dich zu überraschen!

…Volkornspagetti mit Stricksöckchen…

Vielen lieben Dank an meine zwei Besten Tina und Melissa!

Tina rief mich 10min vorher ganz spontan an und sagte mir bereits sie wäre auf dem Weg und hat eine super tolle Nachricht extra für mich. Ich konnte mir nicht vorstellen was Sie mir für Nachrichten bringen könnte extra für mich, die mich soooooo sehr erfreuen würden??

Nachdem Melissa und Tina sich ein kurzen Catfight aus ganz wichtigen Gründen des Unerklärlichen und Unötigem, bei mir Zuhause, geleistet haben und ich aus den selben hormonellen Gründen einfach kurz mit geweint habe, nur um mich an der Situation zu beteiligen und zu integrieren, kam Tina mit einer riesen Tüte voller Babyklamotten!!

Babyklamotten! Ich habe mich sooooo riesig gefreut! Unbeschreiblich! Melissa hat dann noch die Fotografin gespielt um die Freude einzufangen damit ich der Kleinen Prinzessin eines Tages von Ihren verrückten Tanten erzählen kann!

Danach kochte ich für uns ein 1Sterne Menü aus Vollkorn Spagetti mit veganem Pesto.